Ferrari Owners Club
Deutschland e.V.
Historie
Geschichte Ferrari

Enzo Ferrari, geboren am 18. Februar 1898 im italienischen Modena († 14. August 1988 in Modena), entstammte einer wohlhabenden Industriellenfamilie. Die Familie besaß das erste Auto im Ort.

Nachdem er bereits 1918 als Testfahrer in Turin gearbeitet hatte, gründete Ferrari zurück in Modena 1919 die "Scuderia Ferrari", ein Rennstall, der seine Mitglieder - allesamt aus dem Umfeld von Alfa Romeo - bei Autorennen unterstützen sollte. 1938 wurde Ferrari offiziell zum Leiter der Rennabteilung bei Aldo Romeo - "Alfa Corse" - berufen. Aus Angst vor einer Übernahme seiner geliebten "Scuderia" durch "Alfa Corse" verließ er Alfa nach 2 Jahren und gründete in der alten Scuderia-Zentrale die "Auto Avio Costruzioni Ferrari" (AAC), die sich mit der Herstellung von ölhydraulischen Flugzeug- und Maschinenteilen beschäftigte. Obwohl ihm nach seiner Trennung von Alfa aus Konkurrenzschutzgründen die Produktion von Rennwagen unter eigenem Namen für 4 Jahre untersagt war, begann Ferrari unverzüglich mit der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs. Zwei Exemplare des AAC "Tipo 815", eines offenen 1.500ccm 8-Zylinders, der als das erste von Ferrari entwickelte und gestaltete Fahrzeug gilt, wurden gebaut und nahmen bereits 1940 - allerdings erfolglos - am legendären "Mille Miglia" Straßenrennen teil.

1943 verlagerte Ferrari Entwicklung und Produktion seiner Maschinen nach Maranello, wo der Stammsitz der Firma bis heute blieb. Die Produktion ölhydraulischer Anlagen wurde nach schweren Bombenschäden (das Werk galt als "kriegswichtig") 1944 eingestellt. Mit Kriegsende schließlich änderte das Unternehmen seinen Namen in "Ferrari" und entwickelte 1947 den "125S" ("Sport"), einen 1.500ccm 12-Zylinder, der, erstmals am 11. Mai 1947 von Franco Cortese auf dem Rundkurs Piacenza gefahren, zwei Wochen später den Rom Grand Prix gewann - ein Triumph, dem mehr als 5.000 Siege bei Straßen- und Bahnrennen auf der ganzen Welt folgen sollten, und der den Beginn einer Legende markiert.

1969 verkaufte Ferrari dem wachsenden Markt gehorchend 50% seiner Anteile an die Fiat-Gruppe, die ihren Anteil 1988 dann auf 90% erhöhte. Trotz dieser Mehrheitsbeteiligung hat sich Ferrari auf Grund seiner speziellen Ausrichtung stets ein hohes Maß an Eigenständigkeit bewahren können.

Das Logo, das bis heute alle Ferraris ziert, hat ‚heroische’ Wurzeln: Francesco Baracca, ein italienischer Kampfpilot, verwendete im Ersten Weltkrieg das steigende Pferd als persönliches Emblem auf dem Rumpf seiner Maschine. Nach dem Krieg gaben Baraccas Eltern das Symbol an Enzo Ferrari, der es - platziert auf gelbem Schild, der Farbe Modenas - als Symbol seines Rennstalls verwendete. Das typische "Ferrari-Rot" ist die Farbe, die den italienischen Autos von der IAF (International Automobile Federation) zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei Grand-Prix-Rennen zugewiesen wurde.

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